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Methoden

Zur Ergänzung des Gespräches und abgestimmt auf die Fragestellungen setze ich bei meiner täglichen Arbeit unterschiedliche Methoden ein. Mit dem Einsatz von Methoden sollen neue Blickwinkel erschaffen werden.
Sie möchten Ihre Anliegen gerne abwechslungsreich bearbeiten?
Gerne stelle ich Ihnen mein grosses Methodenrepertoire zur Verfügung. Hier einige Beispiele:
Einstiegsübungen, Skulpturarbeiten, soziometrische Figuren, thematische Methoden, Humor- und Lachtraining, Perspektivenwechsel, Wertschätzung- und Feedbackübungen, Evaluationsmethoden, Energieübungen

 

Kunstorientierte und kunstanaloge Methoden

Sie sind gerne kreativ?

„Ein Tanz des Auskundschaftens und Entdeckens, der sich auf kreative Art ständig verändert
und transformiert“ (Knill, 1993)
Kunst- oder spielorientiertes Arbeiten wird in einer speziellen Phase der Beratungssitzung eingesetzt.
Diese Phase wird „Dezentrierung“ genannt. Es handelt sich um einen kürzeren zeitlichen Abschnitt
innerhalb der Sitzung, in der sich der Klient oder die Klientin und die Beratungsperson voll in ein
künstlerisches, gestalterisches Werk oder einem Spiel hingeben. Anschliessend werden die
persönliche Erfahrung des Klienten, der Klientin, der Prozess und das entstandene Werk
ausgewertet. Das dezentrierende Tun und das Gespräch darüber fördern fast immer überraschende
Aspekte zutage, die direkt oder indirekt für die Lösung des Anliegens verwendet werden können.

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Solution Walk

Sie suchen einen Gesprächspartner? Sie wollen sich bewegen? Wir machen uns zusammen auf den Weg. Schritt für Schritt. Unterwegs besprechen wir Ihre Führungsfragen oder setzen uns mit Ihrer Alltagssituatio aus- einander. Gemeinsam suchen wir nach neuen Lösungsansätzen und nutzen allenfalls Zeichen der Natur dazu. Die bilateralen Bewegungs-abläufe während dem Gehen unterstützen uns dabei.

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Bewegte Beratung

Mit Coaching in Bewegung bleiben

Schritt für Schritt neue Lösungsansätze und Ideen gewinnen. In Bewegung sein, Gehen hilft dabei, Herausforderungen und Probleme auf eine gesundheitsfördernde und kreative Art zu verarbeiten.

Bewegungsabläufe gezielt nutzen
Besonders überzeugend und hilfreich an der bewegten Beratung ist, dass durch die Bewegung beide Gehirnhälften abwechselnd angeregt und Informationen so besser verarbeitet werden können. Durch die bilateralen (Überkreuz-) Bewegungen werden beide Gehirnhälften aktiviert und miteinander verbunden. Diese beidseitige Stimulation des Gehirns führt dazu, dass emotionale und intellektuelle Vorgänge neurologisch besser integriert werden.

Bilateralität: Die linke und die rechte Gehirnhälfte sind voll funktionsfähig und kommunizieren miteinander. In diesem Zustand arbeitet das Gehirn optimal.Durch Gehen kann geistige Gesundheit gefördert und eine Heilwirkung herbeigeführt werden.

Zudem mehren sich die Hinweise, dass geistige Gesundheit davon abhängt, inwiefern Menschen regelmässig beide Gehirnhälften stimulieren. Gehen und andere Formen bilateraler Bewegungsabläufe helfen, die Kreativität in Schwung zu bringen und neue Ideen zu entwickeln, um Probleme oder Herausforderungen zu lösen. Es können Zustände hoher und positiver Motivation erlangt und verankert werden.

Gesundheitsförderung: Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass regelmässiges Gehen gesundheitsfördernd ist, Krankheiten verhindert, Stress, Angst und depressive Verstimmungen reduziert.


Ein Weg zur Lösungsfindung

Die Beine sind die Räder der Kreativität.
(frei nach Albert Einstein)

Ein „Solution Walk“ unterbricht den normalen Alltag: in der Natur unterwegs sein, Geräusche wahrnehmen und beobachten überraschender Ereignisse rufen neue innere und emotionale Zustände hervor, die es ermöglichen, die Herausforderungen erstmals als Chance und Möglichkeit kennenzulernen und zu verstehen. Auf dem gemeinsamen und achtsamen Spaziergang wird die Natur intensiv wahrgenommen und die gesundheitsfördernde Heilwirkung des Gehens aktiv genutzt und in den Lösungsprozess miteinbezogen.


Ablauf eines Solution Walks

  1. Thema/ Fragestellung bestimmen, Ziele festlegen
  2. Beschreibung der Ausgangssituation: wie kam es dazu?
  3. Achtsames gehen mit Einbezug der Natur und der Emotionen
  4. Lösungsanzeichen, Lösungsansätze festhalten
  5. Nächste konkrete Schritte festlegen

Ein Mann, 45-jährig, Vorgesetzter in einem KMU Betrieb, verheiratet, zwei kleine Kinder rief mich an und wünschte sich eine Beratung. Wir verabredeten uns für einen ersten Termin in meiner Praxis. Nach einer kurzen Begrüssung schlug ich ihm vor, nach der Methode „Time-Line“ seine gesamte Situation im Raum aufzubauen. Durch die Time-Line wurde deutlich, dass der Ratsuchende viele verschiedene Herausforderungen in Beruf und Familie zu bewältigen hatte. Die unterschiedlichen Erwartungen lösten bei ihm Stress und Angstsymtome aus. Er fühlte sich ausgelaugt, hatte depressive Verstimmungen, zweifelte am Lebenssinn und hoffte, durch diese Beratung den Alltag besser bewältigen zu können. Es zeigte sich zudem deutlich, dass er seine eigenen Bedürfnisse nicht oder nur ungenügend und mit schlechtem Gewissen befriedigen konnte. Übrigens eine Ausgangssituation, welche ich bei vielen ratsuchenden Männer und Frauen vorfinde. Die Time-Line zeigte ihm auf, dass die Bereiche „Familie“ und „eigene Person“ in seinem Leben deutlich zu wenig Platz einnahmen. Er war betrübt, den verschiedenen Erwartungen nicht gerecht zu werden, seine eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen oder gar nicht erst wahrnehmen zu können. Dieser Umstand, setzte er sich zum Ziel, sollte verändert werden.

Bei der zweiten Besprechung machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Er wollte daran arbeiten, eine bessere Balance in der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und sich selbst zu finden. Er war überzeugt, dass es sehr wichtig ist, sich selber besser wahrzunehmen, um genügend Energie für die Erwartungen anderer zu haben. Deshalb legte er den Hauptfokus für unseren ersten Solution Walk auf diesen Aspekt. Ich erläuterte ihm kurz die Methode und wies ihn darauf hin, dass er die Arme frei schwingen lassen und immer wieder auf die Zeichen und Vorkommnisse in der Natur achten soll.

Auf der ersten Wegstrecke erzählte er mir seine persönliche Situation ausführlich. Wir sprachen über seine Gefühle und seine Wünsche für die Zukunft. Auf unserem Spaziergang kamen wir zu einem Fluss und erlaubten uns eine kurze Verschnaufpause am Ufer. Ich forderte ihn auf, sich vorzustellen, dass auf der anderen Seite des Flusses seine angestrebte Zukunft sei. Noch einmal bat ich ihn, diese zu beschreiben. Anschliessend fragte ich ihn, was er im Hier und Jetzt machen würde, um ans andere Ufer zu gelangen. Spontan erwiderte er, reinspringen und rüber schwimmen. Gemeinsam nutzten wir diese Metapher, um seine aktuelle Situation zu durchleuchten. Was wäre dabei zu beachten? Welche Gefahren gäbe es zu bedenken? Wäre ein Umweg über die Brücke weiter unten am Fluss sinnvoller? Schlussendlich war es ihm klar, dass er nicht weitere Umwege in Kauf nehmen möchte. Er war überzeugt, die Sache sofort anpacken und erste Schritte einleiten zu wollen. Auf dem weiteren Wegstück flussabwärts suchte er nach konkreten Handlungsschritten und am Ende des Solution Walks wusste er, welche kleinen Veränderungen er in der nächsten Zeit ausprobieren wollte. Er nahm sich vor, regelmässig kurze Zeiteinheiten in seiner Agenda einzuplanen, welche er mit Freunden verbringen oder für sich alleine nutzen wollte. Er war sehr motiviert und erleichtert.

In den folgenden Beratungs-gesprächen haben wir über seine Fortschritte gesprochen und weitere wichtige Themen bearbeitet.

Nur die ergangenen Gedanken haben Wert. (Friedrich Nietsche)

Time-Line-Methode

Sie wollen sich einen Überblick über ihre momentane Situation machen? Sie bauen ihre Situation
mit grossen Figuren, Seilen und Symbolen im Raum auf. Gemeinsam nehmen wir verschiedene
Blickwinkel ein. Ihre Ressourcen und Herausforderungen liegen Ihnen zu Füssen. Im Gespräch
leiten wir entsprechende Fragestellungen ab und entwickeln mögliche Lösungsansätze.

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Arbeit mit der Time-Line-Methode

Das Arbeiten mit Time-Lines eignet sich zur Veränderung der inneren Haltung. Dabei wird ein Stimmungsumschwung von problemorientiert, betrübt, sorgenvoll und belastend hin zu entspannt, leicht, energetisch und lösungsorientiert angestrebt.

Dabei kommen auch bei dieser Methode die bilateralen Bewegungsabläufe zum Zug: Während dem Aufbau und der Besprechung der Time-Line bewegen sich die Klientin/ der Klient und der Coach frei im Raum, stehen zu einzelnen Positionen der aufgestellten Figuren und lassen die verschiedenen Perspektiven wirken. Die Klientin/ der Klient läuft ihre/ seine Time-Line ab und markiert wichtige Ereignisse mit einem der vielen verschiedenen zur Verfügung stehenden Gegenstände.

Je nach Setting (Einzel- oder Teamcoaching) und abhängig von der Fragestellung kommen verschiedene Arten von Time-Lines zum Einsatz:

  • Professionelle Time-Line der Person
  • Persönliche Time-Line, Lebenslinie der Person
  • Time-Lines eines Teams, eines Unternehmens
  • Time-Line eines Projektes


Konkretes Vorgehen

Verschiedenfarbige lange Seile, Figuren und weitere Gegenstände stehen zur Verfügung.

Die Klientin/ der Klient wählt eine Farbe ihrer/ seiner Time-Line aus. Der Coach erläutert die Vorgehensweise.

Die Time-Line wird quer durch den Raum ausgelegt: vom Ausgangspunkt bis in die ferne Zukunft. Kurven sollen kleinere und grössere Herausforderungen und Krisen darstellen.

Der Coach macht einen Vorschlag, die Klientin/ der Klient korrigiert das ausgelegte Seil.

In der Mitte der Linie wird eine grössere Kurve gelegt, welche die jetzige Krise oder Herausforderung darstellt. Am Ende dieser Kurve liegt der Punkt „geschafft“. Etwas entfernt davon markiert die Klientin/ der Klient auf der die Zukunft symbolisierenden Linie den Punkt „Futur 2 – schon schmunzeln können“ mit einem Gegenstand.

Die Klientin/ der Klient steht nun zum Punkt „Futur 2“ und spürt, wie sich das anfühlen würde. Im Unterbewusstsein entwickelt sich eine Vision einer Stimmung. Dieser positive Gemütszustand soll abgespeichert werden. Die Distanz zum Jetzt, d.h. zur aktuellen Krise, beinhaltet das Gefühl „ich habe es geschafft, es liegt hinter mir“, wodurch die Klientin/ der Klient Abstand zur momentanen Stresssituation gewinnt. Anschliessend wird das ganze System, passend zur Ausgangsfrage, rund um den Punkt „Jetzt“ aufgebaut. Je nach Situation kann diese Aufstellung sehr komplex werden. Mit kürzeren Seilen werden Bereiche abgesteckt, mit Figuren und/oder anderen Gegenständen werden die wichtigen Personen und allenfalls Themen aufgestellt. Die Klientin/ der Klient probiert nun die verschiedenen Perspektiven und Blickwinkel aus.

Eine gute Möglichkeit ist es zudem, auf dem bisherigen Weg alle Ressourcen der Klientin/ des Klienten aufstellen zu lassen, welche ihr/ ihm in der Vergangenheit bei der Bewältigung von Belastungssituationen bereits einmal geholfen haben. Diese Ressourcen sollen bei der aktuellen Bewältigung des Problems genutzt und mit Gegenständen symbolisiert werden.

Nun folgt der nächste und bedeutendste Schritt: das Anliegen wird konkret in Richtung Umsetzung bearbeitet. Welche Schritte braucht es zur Bewältigung der momentanen Belastungssituation? Welches sind die einzelnen Schritte? Welches ist der nächste Schritt?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen vergessen, was sie gesagt haben, dass sie vergessen, was sie getan haben, aber dass sie nie vergessen, welches Gefühl sie in ihnen ausgelöst haben. (May Angelou)


Die zentralen Aspekte einer Time-Line sind:

  • Körperlich und mental in Bewegung kommen
  • Veranschaulichung der aktuellen Situation und deren Verlauf von der Vergangenheit in die Zukunft mit Hilfe von Seilen, Figuren und verschiedenen Gegenständen
  • Die Fixierung auf die aktuelle Belastung aufgeben und damit Distanz zur aktuellen Stresssituation herstellen
  • Die Perspektive wechseln: raus aus der Problemsicht, hin zu Möglichkeiten
  • An der Einstellung arbeiten, einen Stimmungsumschwung hin zu einer hilfreichen, förderlichen inneren Haltung erzielen